Im Prager Moldauhafen

Der Prager Moldauhafen existiert nicht mehr. Zumindest nicht in seiner früheren Form. Zentral und am Wasser gelegen, haben ihn längst die Investoren entdeckt.

Prager Moldauhafen

Der wahre Chef.

 

Früher war ein Großteil der Gegend unzugänglich. Ob man in Zukunft noch an das Ufer herantreten darf, ist ungewiss. Heute wird hier zwischengelagert, aufgeräumt und umgebaut. Von der Stadt her kommend wachsen Wohnblöcke empor.

Der frühere Hafen befindet sich in einem Zwischenzustand, der vielleicht noch Jahre, vielleicht aber auch nur noch Wochen bestehen wird. Leute führen hier ihre Hunde spazieren, und die Boote und Hallen werden immer noch als Lager oder Läden genutzt. Hier finden sich weder schützenswerte Baudenkmäler, noch Wohn- oder Bürogebäude. Es ist ein Stück Prag, das aus der Zeit herausgerissen wurde. Eine Ruhestätte zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Dieses Stück Land, dessen Schicksal schon besiegelt scheint, ist ein Ort des Schauens und Entdeckens. Und gerade in seiner Nutzlosigkeit ist es eigentlich unentbehrlich.

Adresse

Bubenské nábřeží. Die Landzunge beginnt unter dem westlichen Ende der Brücke „Libeňský most“, Haltestelle „Maniny“.

Christoph Amthor

Erster länger Aufenthalt in Tschechien im Jahr 1997. Seit 2003 wohnhaft zumeist in Prag, mit Abstecher in die Slowakei. Journalist, dann Mitbegründer einer gemeinnützigen Organisation, Blogger, Software-Entwickler.

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Von einer atemberaubenden Landschaft, über Bier und Knödel bis hin zu Kafka, dem Golem und einem Geist, der eine wissenschaftliche Karriere gemacht hat. Vom Fliegenden Ferdinand und Pan Tau bis zur Lässigkeit, mit der dort ein Fabrikschornstein gefällt wird.

 

Über dieses Land, das einfach liebenswert, aber oft auch geheimnisvoll und extrem verrückt ist, gibt es wirklich genug zu erzählen. Und natürlich kann man darüber nur mit einer guten Portion böhmischen Humors schreiben.