Ein Jahr „Unterwegs in Tschechien“

Zugschatten in MährenDie heutige Reise führt in eine ungewöhnliche Richtung: in die Vergangenheit. Vor genau einem Jahr habe ich hier den ersten Artikel veröffentlicht: über Baťas Büro im Aufzug.

Inzwischen ist die Zahl der Beiträge auf 64 angestiegen. Das macht über einen Artikel pro Woche. Im Sommer natürlich etwas mehr als im Winter.

Dobrý Kafe in Pardubice

Und immer wieder Cafés – Dobrý Kafe in Pardubice

Angefangen hatte es mit der Erkenntnis, dass ich einfach gerne neue Orte erkunde und dabei am liebsten Seitengassen benutze und mich von meiner Intuition leiten lasse. Ich wollte meine ganz persönlichen Blicke auf diese Orte festhalten. Es sollte weder ein praktischer Reiseführer werden, noch ein Reisetagebuch, in dem letztendlich nur der Autor im Mittelpunkt steht.

Katze in Kutná Hora

Und immer wieder Katzen. Warum eigentlich?

Ein großer Stellenwert wurde von Anfang an den Bildern beigemessen, die immer einen zentralen Platz einnehmen. Die Artikel sollten schön zu lesen sein, dabei aber nicht einfach nur seicht und banal werden.

Der Blick auf die Landkarte enthüllt nun gewisse Schwerpunkte: zunächst natürlich meinen Wohnort, Prag, dann aber auch Punkte entlang einer geschlängelten Ost-West-Achse. Es ist eindeutig, dass ich die Ziele nicht strategisch geplant habe. Ohne Reisebudget ergeben sich die Ziele eben danach, wo mich das Leben hinführt.

Sauna und Kindergarten

Sauna und Kindergarten in Pilsen. In Tschechien gibt es immer genug zu entdecken.

Inzwischen geht die Besucherstatistik durch die Decke. Genauer gesagt: die Kellerdecke. Ein Stamm treuer Leser kombiniert sich mit einem wachsenden Zustrom von Besuchern, die vor allem nach Alkohol, Bahnhöfen und Vietnamesenmärkten suchen. Es bewegt sich was.

 

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  • Christoph Amthor

    Erster länger Aufenthalt in Tschechien in 1997. Seitdem zumeist wohnhaft in Prag, mit Abstecher in die Slowakei. Journalist, dann Mitbegründer einer gemeinnützigen Organisation, Blogger.

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    2 Antworten

    1. Christian Fränkel sagt:

      Hallo Herr Amthor,
      ich finde Ihren Blog sehr schön und lese immer wieder gern das Neueste. Schön finde ich, dass Sie auch die Dinge sehen, die sonst nirgendwo stehen.
      Tschechien ist leider immer noch sehr für „Ostblock“ in Deutschland bekannt, viele denken immer noch dass einem dort sofort das Auto gestohlen wird und alle Frauen Prostituierte oder wahlweise Model sind 🙁
      Es gibt ja auch kaum Reiseführer zu kaufen, und auch spezifische Foren im Internet finden sich kaum. Ausser es geht um billige Zigaretten oder Nachtclubs. Das ist sehr schade, aber das stellt sich eben nicht so einfach um…

      • Herzlichen Dank!

        Ja, es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sich das Image wandeln wird. Die meisten Suchanfragen kommen bislang für Themen, die Alkohol und Vietnamesenmärkte betreffen.

        Umgekehrt habe ich aber übrigens die Erfahrung gemacht, dass auch viele Tschechen ihre Nachbarländer fast nur aus einseitigen Medienberichten und uralten Schulbüchern kennen. Da lebt immer noch die alte „Ostblockgrenze“.

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