Dinge des tschechischen Alltags

tschechische Steckdose
Tschechische Steckdosen sehen anders aus. Hier hilft nur rohe Gewalt, oder der passende Stecker.

Wer in einem fremden Land unterwegs ist, sieht eine Menge Kleinigkeiten, die irgendwie anders sind, als man es gewohnt ist. Die Polizeisirenen erinnern vielleicht an amerikanische Gangsterfilme, die Steckdosen weisen Stifte auf und man fragt sich, ob die Nummernschilder vielleicht einen Hinweis auf den Ort zulassen. Diese kleinen Erschütterungen unserer Gewohnheiten gehören sicherlich mit zu dem, was das Reisen so spannend macht. Für mich jedenfalls.

Das ist natürlich auch in der Tschechischen Republik nicht anders. Und so ist daraus die Idee geworden, passend zum neuen Jahr eine neue Rubrik zu beginnen, die ich Dinge des Alltags nenne. Hier werden also die mehr oder weniger sichtbaren und manchmal auch merkwürdigen Kleinigkeiten des tschechischen Alltags unter der Lupe des interessierten Beobachters betrachtet.

Ich habe schon ein paar Ideen, aber noch keine komplette Liste, und ich bin selbst gespannt, was sich daraus entwickelt. Auf jeden Fall bin ich mir sicher, dass es nicht an Themen mangeln wird.

Wegfahrsperre
Die Wegfahrsperre in ihrer unschuldigsten Urform.

Natürlich hat es auch seinen Grund, warum ich damit gerade im Winter beginne. In dieser Jahreszeit fallen die Reiseberichte naturgemäß etwas spärlicher aus. Blattlose, braune Bäume vor einem durchweichten, erdbraunen Boden führen zumeist zu kontrastarmen Fotos, deren längere Betrachtung zu depressiven Stimmungen führen kann.

Dazu kommt auch, dass in letzter Zeit das Reisebudget etwas schmal geworden ist, was leider dazu geführt hat, dass sich die meisten Beiträge mit meinem Wohnort Prag befassen. Somit lag die Idee nahe, einen Themenbereich zu wählen, der zumeist unabhängig von konkreten Orten ist.

seltsame Kartoffeln
Das Gemüse einer bestimmten Supermarktkette in Prag gibt mir oft Rätsel auf. Es regt zwar die Fantasie an, jedoch nicht immer den Appetit.

In Zukunft wird es also weiterhin Reiseberichte und praktische Tipps geben. Dazwischen finden sich aber auch kurze Berichte oder Grübeleien über die Dinge des tschechischen Alltags, so wie sie mir (oder ich ihnen) über den Weg gelaufen sind.

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Christoph Amthor

Erster länger Aufenthalt in Tschechien im Jahr 1997. Seit 2003 wohnhaft zumeist in Prag, mit Abstecher in die Slowakei. Journalist, dann Mitbegründer einer gemeinnützigen Organisation, Blogger, Software-Entwickler.

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Eine Antwort

  1. Christian Fränkel sagt:

    Super Idee!
    Gibt doch einiges, was einem nicht gleich klar wird…

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Von einer atemberaubenden Landschaft, über Bier und Knödel bis hin zu Kafka, dem Golem und einem Geist, der eine wissenschaftliche Karriere gemacht hat. Vom Fliegenden Ferdinand  und Pan Tau bis zur Lässigkeit, mit der dort ein Fabrikschornstein gefällt wird.

 

Über dieses Land, das einfach liebenswert, aber oft auch geheimnisvoll und extrem verrückt ist, gibt es wirklich genug zu erzählen. Und natürlich kann man darüber nur mit einer guten Portion böhmischen Humors schreiben.